Schach im Wandel der Zeit (1)

Im Schachspiel steht die Figur der Dame für die Macht, die Isabella die Katholische innehatte. (Ihr verdankt die Menschheit die Rückeroberung der iberischen Halbinsel aus der Hand der Mauren, die Entdeckungsreisen des Christoph Columbus, die Heilige Inquisition und die Erfindung der Bundespolizei.)

Bis zum Jahr 1474 durfte die Königin auf dem Schachbrett nur bis zu drei Felder gerückt werden. Drei Aristokraten aus Valencia sollen in diesem Jahr so beeindruckt von der politischen Kraft der Monarchin gewesen sein, dass sie das Brettspiel reformierten und die weibliche Figur zur mächtigsten auf dem Spielbrett machten.

Das ist doch mal was. Ein paar hundert Jahre später hätten die Herren wohl eher das Brett auf elf mal elf Felder erweitert und die Damen auf K1 und K11 zur Bewegungslosigkeit vergattert. K wie Küche, meine ich.
neo-bazi meinte dazu am 28. Juli kurz nach 11 Uhr

Bitte nicht gleich übertreiben. In solchen Fällen sollten Sie mit den paar hundert Jahren ruhig etwas konkreter sein.

Beim Sex zum Beispiel herrscht durchgehend Damenwahl, auch wenn einige Herren das vielleicht abstreiten.

Im letzten Jahrhundert hatten wir immerhin Maggie, in diesem unsere Angie. Leider sind beide nicht katholisch. Und wieviele Präsidenten sind lediglich "First Sir". Hinter der Mehrheit "großer" Männer steckt bei genauerem Hinsehen eine Frau.

1001 meinte dazu am 28. Juli kurz nach 14 Uhr

So hart würde ich das nicht sehen. Natürlich, als Mann. Fühlt man sich ja auch irgendwie angesprochen, auch wenn es gar nicht so gemeint war, aber so sind wir Menschen, auch Männer, beziehen immer alles auf uns. Was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass ich lediglich Dame spielen kann, leider kein Schach, ich aber trotzdem für die volle Bewegungsfreiheit der Dame plädiere, der echten, lebendigen, solange sie mir nicht in meinen Kochtopf spuckt. Der ist nämlich bei uns Männersache.

neo-bazi meinte dazu am 28. Juli kurz nach 15 Uhr

La donna è mobile?

schickse meinte dazu am 28. Juli kurz nach 17 Uhr

Ich wollt mich ja nicht darüber beschweren, dass es heutzutage weniger Frauen in einflussreichen Positionen gibt. Obwohl die Isabella ganz bestimmt eine Ausnahmeerscheinung war und auch nach heutigen Maßstäben wäre.

Ich befürchte, dass die drei spanischen Granden im 20., oder meinetwegen auch im 21. Jahrhundert weniger generös gehandelt hätten. Ist aber rein hypothetisch, weil Schach wird sowieso nicht mehr gespielt. Ein Umstand, der dann allerdings die Vermutung nahe legen könnte, dass Lara Croft tatsächlich als Hommage an die Eiserne Maggie gedacht war? Da tun sich Abgründe auf!

Ach ja, Herr Neo-bazi, noch was: Ist das so, dass beim Sex Damenwahl ist? Wenn, dann hat es bestimmt mit dem genetischen Auftrag der beiden Geschlechter zu tun. Männer müssen möglichst breit vererben, Frauen die Rosinen herauspicken. Auch hier das Ergebnis von Angebot und Nachfrage.

Und der Schichtwechsel am Kochtopf ist mittlerweile tatsächlich Massenbewegung geworden, da gebe ich Ihnen Recht, Herr 1001. Was durchaus zu begrüßen ist wäre, wenn der Herr B. geschmacklich mehr Talent entwickeln würde.

neo-bazi antwortete darauf am 30. Juli kurz nach 18 Uhr

Rosinen herauspicken funktioniert nur, wenn sich Angebot und Nachfrage die Waage halten, was selten zutrifft. Nein, es ist generell so und es hat nix mit genetischem Auftrag zu tun, der ist längst überwunden.

Und von wegen, Schach wird sowieso nicht mehr gespielt. Zwei meiner Enkel, inzwischen 17 und 15, ziehen mich regelmäßig ab, wenn ich sie besuche und ich werde jedesmal 10 Euronen los.
Zwei Wochen vor meiner Ankunft wird verschärft trainiert:

//static.twoday.net/cdhd/images/schach.jpg

An PC und Playstation verliere ich selbstverständlich auch.
schickse antwortete darauf am 30. Juli kurz nach 22 Uhr

Ich versteh leider nicht ganz, was Sie mit den Rosinen, Angebot und Nachfrage meinen. Gerade wenn das Angebot sehr groß wäre, könnte sich frau doch die Rosinen herauspicken?

Und bei Ihren Schach spielenden Enkeln muss es sich bestimmt um außergewöhnliche Einzelfälle handeln. Aber bei PC-Spielen verliere ich auch immer gegen meinen Neffen, machen Sie sich also nichts draus. Wer älter als 20 ist, verliert dabei immer, glaube ich.

(Überhaupt: Enkel?)

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